Grüne Fraktion steht zur Radunterführung: Investition in die Zukunft

Aktuell: Im Gespräch mit der grünen Gemeinderatsfraktion am Montag, 16.10. 16 – 17 Uhr vor der Schlossapothke

3,22 Millionen Euro Eigenanteil sind viel Geld – gerade deshalb haben die Grünen die Entscheidung ausführlich abgewogen

Die Grüne Fraktion im Eislinger Gemeinderat wird der geplanten Radunterführung zwischen Bahnhof und Schlossplatz zustimmen. Rund 3,22 Millionen Euro muss die Stadt dafür einschließlich Vorplätzen, Rampen und Treppenanlage selbst aufbringen. Gleichzeitig steht eine Förderung von Land und Bund in Höhe von rund 90 Prozent der Baukosten in Aussicht.

Die bestehende Schlosspassage ist eine wichtige Verbindung zwischen Nord und Süd. Nach Angaben der Stadt nutzen sie täglich durchschnittlich rund 1.500 Radfahrende und mehr als 3.000 Fußgängerinnen und Fußgänger. Gerade für Schülerinnen und Schüler gehört sie zum täglichen Schulweg.

Gleichzeitig ist die Passage baulich beengt. Eingeschränkte Sichtbeziehungen, die nahezu rechtwinklig zulaufenden Rampen und der nachträglich eingebaute DB-Aufzug erschweren die Situation zusätzlich. Besonders zu Stoßzeiten treffen dort viele Menschen auf engem Raum zusammen.

Die geplante, rund sechs Meter breite Radunterführung soll östlich der bestehenden Schlosspassage verlaufen. Für Radfahrende entsteht eine geradlinige Verbindung mit besseren Sichtbeziehungen. Die bestehende Unterführung kann dadurch künftig vollständig dem Fußverkehr zur Verfügung stehen.

„Die Radunterführung ist für die Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, eine sichere und komfortable Lösung, die gleichzeitig den Fußgängern mehr Platz schafft und auch die Mühlbachtrasse und damit den Autoverkehr zu Stoßzeiten entlastet“, erläutert Stadtrat Christian Herr. „Wir möchten alle Arten der Mobilität in Eislingen fördern und jedem seinen Platz geben.“

Ein Baustein der Neuen Mitte

Die neue Verbindung soll den Bereich zwischen Schlossplatz und Schlosspark direkt mit der Hauptstraße verbinden. Damit kann die Verkehrsinfrastruktur in die geplante Neugestaltung der Stadtmitte integriert werden.

„Wenn Eislingen den Schlossplatz nach dem Abbruch der bisherigen Hauptstraßenbrücke neugestaltet, sollte auch die Frage beantwortet sein, wie Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger künftig durch diesen Bereich geführt werden“, betont Lothar Weccard.

Die Radunterführung ist Teil des Rahmenplans „Innere Stadt 2030″. Gemeinsam mit der bereits eröffneten Mühlbachtrasse, dem neuen Kreisverkehr, dem geplanten Abriss der Hauptstraßenbrücke und der Neugestaltung des Schlossplatzes soll so Schritt für Schritt eine neue Struktur für die Eislinger Mitte entstehen.

Kosten bewusst abgewogen

Die Umsetzung der Radunterführung ist für 2029 vorgesehen und liegt damit zeitlich vor der voraussichtlich 2030 anstehenden Sanierung der Filstalbahn.

Nach intensiver Abwägung steht die Grüne Fraktion deshalb zu dem Projekt. „Wir sehen selbstverständlich, dass 3,22 Millionen Euro Eigenanteil eine erhebliche Summe sind. Gerade deshalb haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und Kosten, Nutzen und die langfristige Entwicklung unserer Stadt ausführlich gegeneinander abgewogen“, fasst Ulrike Haas zusammen.

Die Radunterführung soll damit ein weiterer Baustein einer Eislinger Mitte sein, die mehr Raum für Fuß-, Auto- und Radverkehr schafft und die Verkehrsinfrastruktur langfristig weiterentwickelt.

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